Den Verlust ihres charismatischen Sängers Kristoffer Grip konnten Agent Side Grinder kompensieren. Seit Verpflichtung von Emanuel Åström vor exakt einem Jahr herrscht wieder Hochbetrieb im vor analoger Musiktechnik fast platzenden Studio der Schweden.
Ein Album mit besonderer Geschichte bekommt 30 Jahre nach seiner ersten Veröffentlichung noch einmal Aufmerksamkeit: Verdient hat Naïve Art, das Debüt der US-Synthpopper Red Flag, dies allemal.
Während die Songtitel von XI hell und optimistisch klingen, sprechen aus XII Tristesse und Destruktion. Wärme, Licht, Leben auf der einen Seite, Zerschmetterung, Atemnot und Farblosigkeit auf der anderen. Die Natur will es so: Gegensätze ziehen sich an und bilden ein neutrales Ganzes.
Die Komponistin, Vokalistin und klassisch ausgebildete Multiinstrumentalistin Amalie Bruun alias Myrkur schlug mit ihrem 2017er Album Mareridt hohe Wellen. Die einen feierten das breite Spektrum und die außergewöhnliche Stilmischung, die anderen kritisierten ihre Abkehr vom Black Metal – oft mit einem Vokabular deutlich unter der Gürtellinie.
Wer dieses Stück besitzen will, musste bislang tief in die Tasche greifen. Für weniger als 140,00 Euro war die Trax! Box mit frühem Material von Ministry nicht zu kriegen. Auch für sieben CDs + eine Vinyl + umfangreiches Booklet ein stolzer Preis, zumal die Importware für beinharte Fans, die auch Compilations wie Twelve Inch Singles und Early Tracks besitzen, wenig Unbekanntes zutage fördert.
Los Angeles und seine alternativen Radiosender haben lange Tradition. KROQ ist der bekannteste, KXLU 88.9 FM auf dem Vormarsch. Dank einer besonderen Show, die donnerstags zwischen 15.00 und 18.00 Uhr gesendet wird, kamen die Kalifornier allein vorige Woche in den Genuss von Holygram, Lebanon Hanover, Boy Harsher, The KVB, Dead Can Dance und vielen anderen.
Mehr als zwölf Jahre nach dem noch bei Cold Meat Industry erschienenen Infernal Affairs veröffentlichen MZ.412 ein neues Album. Svartmyrkr ist der einzig wahren Hölle des Nordens gewidmet: Helheim und seiner Herrscherin.
Ein Mann hat noch viel vor bis Jahresfrist, und dieser heißt Gary Numan. Irgendwie hat es der Altmeister (absurde Bezeichnung angesichts seiner Erscheinung) bewerkstelligt, in den kurzen Tourneepausen zwei neue Veröffentlichungen zu produzieren – sowohl mit Studiomaterial als auch mit umfassenden Liveaufnahmen in Bild und Ton.